10×10: Mingalaba Myanmar

balloonsoverbagan

Mingalaba, liebe Julie,

ganz gleich, wohin ich komme und zu welcher Tageszeit, es tönt mir ganz fröhlich und freundlich „Mingalaba“ entgegen. Das universelle Hallo, Baba und diese allzeit passende Zwischenbegrüßung ist mein ständiger Begleiter hier geworden. Herrlich! Ich liebe es so sehr. ❤

Neues Jahr, neues Glück, neuer Blog und hier, voila, mein neuer Reisebericht im Format 10×10: 10 handverlesene Bilder in 10×10. Quadratisch, praktisch, gut. 🙂

Seit Jahren ist es mein Traum Burma, das heutige Myanmar, zu besuchen. Warum? Es hatte immer so einen Reiz des Exotischen für mich und noch nicht so weit entwickelten Tourismus, was mein Entdeckerherz höher schlagen lässt als Luxushotels und In-Destinationen, wo sich Greti und Pleti gute Nacht sagen. Etwas abseits der Masse zu sein und das wahrlich goldene Land in Ruhe erkunden zu können.

10 Key Facts über Myanmar:
1. Landesname in Landesschrift: ပြည်ထောင် စု သမ္မတ မြန်မာနိုင်ငံတော်
2. Hauptstadt: Naypyidaw, in der ich NICHT war 😉
3. Burmesen: ca. 51 Mio.
4. Regierung: parlamentsgebundene Exekutivgewalt
5. Währung: Kyat (gesprochen mit einem ganz kurzen, kaum hörbaren i: Tschiat)
6. Staatshymne zum Lauschen: Gba Majay Bma
7. Größte Stadt des Landes: Yangon, früher Rangun, mit über 5 Mio. Einwohnern
8. Beeindruckende Persönlichkeit: Aung San Suu Kyi, führende NLD-Politikerin & Friedensnobelpreisträgerin
9. Klima: 3 Jahreszeiten mit Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober, der kühlen Jahreszeit von Ende November bis Ende Februar und der heißen Jahreszeit in den Monaten März bis Mai (weil das Wetter für uns Österreicher ja immer so wichtig ist)
10. Bizarr: Taxis nach Einbruch der Dunkelheit zu bekommen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit

Yangon, mein Reiseangelpunkt

yangonmarketNeben all den klassischen Sights habe ich zuerst den Süden der Stadt mit seinem kleinen Gassengewirr, Foodständen, Straßenmärkten und wenig touristischen Markthallen unsicher gemacht. Ich bin eine alte Markttante, ja, weil man in diesem herrlichen Gewirr so viel Kultur, Habitus und Landesluft einschnuppern kann wie nur möglich. Außerdem war ich die einzige Blonde dort – die Sensation!

yangontrainFür all jene, die wie ich gerne unterschiedlichste Transportmittel ausprobieren, sei die Circle Line erwähnt. Zugticket einfach am Bahnsteig 7 kaufen und einmal rund um die Stadt rattern oder aussteigen, wenn man genug vom Durchgebeuteltwerden hat. Die Fahrt ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Show: Fliegende Händler, Burmesen, die Fotos mit einem machen wollen und viele, andere Überraschungen. Go for it!

Königstadt Bagan

Mit dem Flugzeug ging es weiter mit einem Direktflug über Heho und Mandalay nach Bagan. Bitte wie? Ja, auch das ist Myanmar: Nachdem ich im Flieger sitzen bleiben durfte, war es trotz Zwischenlandungen ein Direktflug. Das war mir bisher noch nicht so bewusst… ;-P

baganmountpopaDer Popa Mountain ist einen Tagesausflug von Bagan entfernt, aber die 1-stündige Anfahrt mehr als wert. Hoch oben auf ihm trohnt eine wunderschöne Pagode, die über nachgezählte 777 Stiegen erklommen wird. Nummerologen kommen hier voll auf ihre Rechnung, so als Nebenanmerkung. 😉 Ein klassisches Reiseziel, aber die Mengen an Touristen und Burmesen hält sich gut die Wage und unten im Dorf gibt’s, oh Wunder, einen kleinen Markt. Hihi!

BaganlandscapeHoffentlich bleibt es dabei, aber Bagan versucht sich in Nachhaltigkeit, will heißen
zero plastic area und eBikes/eScooters. Ich fand das einfach toll! Ausgestattet mit einem hippen eBike bin ich in der Früh in den Tag gestartet, quer feldein durch Dickicht geradelt und dank eAntrieb über die Sandwege geflitzt. Wie ich das bei meinem rudimentär veranlagten Orientierungssinn gemacht habe? GPS sei Dank, denn die hunderten von Pagoden helfen einem nicht wirklich weiter… 😉

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Was natürlich ein unvergesslicher Augenblick und mit Sicherheit ein absolutes Highlight meiner Reise war die Fahrt mit dem Heißluftballon über die einzigartige Pagodenlandschaft Bagans – Äuglein ganz rauf an den Anfang, bitte. Atemberaubend, herzberührend und bezaubernd!

baganboattourAbseits der ausgetretenen Pfade bietet sich eine kleine Bootsfahrt an Kyaukgu Umin an, etwas abgelegen vom Trubel, aber mit selten schönen Pagoden, in denen noch gut erhaltene Wandmalereien zu bewundern sind. Gemeinsam mit meinem Travelmate-for-a-day hatten wir das seltene Vergnügen von einem kickboxenden Mönch jenseits der zugänglichen Wege geführt worden zu sein.  Durchs Reden kommen die Leut‘ zamm.

Mandalay am Irawadi-Fluss

Warum immer nur fliegen? Hier habe ich einen bei weitem kleineren CO2-Fußabdruck hinterlassen und bin mit dem Schinackerl über den Irawadi von Bagan nach Mandalay getuckert – stilvolle 14,5 Stunden…

mandalayporcelaineDie zweitgrößte Stadt Myanmars klingt sicher in vielen Ohren und ein toller Stop auf einer Rundreise zumal man rund um die Stadt so ziemlich jedes Kunsthandwerk erleben kann, das dieses Land zu bieten hat: Porzellan, sodass die Bäume wie verschneit scheinen, Bronzestatuen, Holzschnitzerei-en, Webereien, Theaterpuppen, … Was das Herz begehrt und überall durfte ich zu-schauen. Traumhaft, so ein Tag alleine mit meinem Fahrer.

mandalayhillGähnende Mönche? Selten habe ich eine derartige Lebensnähe gespürt wie bei diesen Mönchen: Gähnen, Smartphones, Selfies. Und doch extrem spirituell. Eine herrliche Mischung, ganz gleich ob am Mandalay Hill mit seiner wunderschönen Aussicht oder im Royal Palace, der für Architekturliebhaber viele, reichhaltige Details bietet. Klassiker – Oldies but goldies.

Amarapura musste ich abbrechen aufgrund der vielen Touristen, weil es mir schlicht und ergreifend zu viel war! Wenn man Menschen bis in den Suppennapf nachfotografiert, ist eine Linie ganz einfach überschritten. Obwohl ich den Zauber der Mönche and und für sich nachvollziehen konnte…

Naturparadies Inle See

Wer hat an der Uhr gedreht? Wenn die Zeit zu laufen beginnt und verfliegt, fliegt man eben mit.

inlelakeredmountainEinheimische verschlägt es auf den Red Mountain wirklich nicht, aber als alter Weinliebhaber musste ich natürlich neugierig die dortigen Rebsorten kosten, zumal der Ausblick von diesem Berg doch sehr ansehlich ist, vor allem bei Sonnenuntergang. Die Weine per se? Weißwein, naja, leider sehr chlorreich im Abgang, weil die Gläser mit gechlortem Wasser ausgespült werden. Jammerschade! Aber der Rotwein war doch fein.

inlelakepadaungPosten oder nicht? Manchmal eine schwierige Frage, aber am Inle See werden neben den berühmten Einbeinfischern samt Reusen auch die aus vielen Dokumentar-filmen bekannten Padaung-Damen präsentiert. Ich bin lange neben ihr gesessen und habe ihr beim Weben zugesehen. Ein wenig plaudern konnten wir – mit Händen und Füßen, aber doch. Eine selten beein-druckende Frau, mit Grazie und Anmut, die weiß, was sie tut. Deshalb auch dieser Post.

Yangon zum Abschluss

Fluchs noch einmal geflogen und den letzten Tag in Yangon genossen mit dem „Reclining Buddha“ und der Schwedagon Pagode. Must-sees, tatsächlich.

yangonshannoodlesaladTrotzdem soll mein letztes Bild speziell sein und nachdem Essen immer wichtig ist, also doch ein kleiner Food-Post: Hier gibt es Hipsterbuden wie das Rangoon Tea House, das sensationell schön ist und schmack-haftes Essen hat, aber dieses Highlight entdeckt ohnehin jeder schnell. Ich lege vielmehr die „lokale“ Küche ans Herz, direkt auf der Straße. Gaumenfreuden ganz ohne Probleme – Rohes, etc. ausgenommen. Mein Favorit? Shan Noodle Salad & Teeblattsalat!

Was gefehlt hat, bist natürlich du, liebe Julie, aber auf diese Weise kann ich wenigstens etwas Neues mit dir teilen und freue mich schon auf unsere nächste, gemeinsame Roomie-Reise!

Busserl aus der Ferne,
Anna

 

 

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