Meckerfreie Woche: Fazit

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Liebe Anna!

Eine Woche (respektive inwischen schon 1 ganzer Monat!) ohne reklamieren und lamentieren – ich fühl mich wie nach einem Aktivurlaub mit Wellness! Irgendwie müde, da es ANSTRENGEND ist nicht zu motzen, zumindest am Anfang. Und irgendwie ganz herrlich ausgeruht und erfrischt, weil die negative Denke der positiven Platz macht und das ist TOLL!

Oh mei, ich musste mich recht an der Nase nehmen, so einfach ist es immer gleich loszuschimpfen, wenn die Welt nicht so dreht, wie ich mir das vorstelle. Es ist überhaupt interessant, wie die Meckerei total Ich-gesteuert ist. Man denkt ja, der andere macht was falsch, weswegen man sich ja auch aufregen muss und anfängt auszurufen. Aber eigentlich geht es – wie so oft im Leben – nur um einen selbst, in diesem Fall um mich. Meine Erwartungen, meine Einstellung, meine Vorstellung vom Leben, die durch das Verhalten anderer in irgendeiner Weise nicht erfüllt, enttäuscht und verletzt werden. Da ich mich ohnehin jedes Mal, wenn ich loswettern wollte, hinterfragen musste, was denn nun wieder der Auslöser war, habe ich gemerkt, dass es ein einfaches Muster ist, das sich hier abspielt. Meine Sichtweise, meine Perspektive auf das Leben ist geformt und wenn diese von meinem Umfeld anders umgesetzt wird, als ich mir das eben vorgestellt hatte, geht die Meckerei los. Bei dem vielen Geblöke und Gemecker, das ich aber auch um mich herum feststelle, zeigt es wieder einmal, dass wir eben alles Individuen sind, welche sich alle selbst ihre eigene Realität zusammenstricken.

Und nicht nur das, die Reklamiererei benutzen wir auch, um uns besser zu fühlen, in dem wir die anderen schlecht machen. Wieviel einfacher ist es sich über das Verhalten anderer auszulassen und loszuschimpfen, statt selber was zu ändern? Es braucht eine gehörige Portion Selbstkritik und Verbesserungswille an sich selbst zu arbeiten, statt einfach dem anderen die Schuld zuzuschieben und das eigene Verhalten in den Himmel zu heben. Klar, es gibt Dinge, die uns nerven und die wir auch durch unsere Einstellung nicht ändern können, z.B. der Chef, der uns mit seinem cholerischen Charakter nervt und aus dem Nichts heraus einen Wutanfall bekommt. Gewisse Dinge sind eben stärker als wir, da können wir nichts daran rütteln, ausser den Job und somit den Chef zu wechseln, wenn wir es gar nicht mehr aushalten. Aber da wo es rein um unsere Auffassung dieser Welt geht, die von anderen nicht geteilt und gleich gelebt wird, da können wir etwas verändern. Da können wir uns hinterfragen und versuchen eine andere Perspektive einzunehmen, statt uns gleich zu enervieren und loszuschimpfen.

Aber klar, die Meckerei ist oft auch einfach nur dazu da unser daily life spannender zu machen. Was wäre die Geschichte vom Urlaub, wenn wir nicht mindestens irgendwann erbost erzählen könnten, wie unmöglich zickig die Stewardess am check-in war und dass es doch nicht zu fassen wäre wie laut eine gewisse Nationalität sich im Restaurant unterhalten würde?! Das Meckern würzt das Leben – wenn auch nicht gerade in den positivsten Geschmacksrichtungen.

Und deshalb rufe ich nach meiner meckerfreien Zeit (die übrigens heute nicht beendet ist, sondern bereits wunderbar in meinem Leben etabliert ist) auf zu Perspektivenwechsel und Selbsthinterfragung, Innehalten und Fokussierung auf positive Erlebnisse. Und wem die Würze ohne Meckerei fehlen sollte, soll doch mal ausgiebigst von den schönen Urlaubserfahrungen erzählen und diese ausschmücken, dann wird nämlich aus der bitteren Würze süsse daily life deco. J

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen entspannten, zufriedenen und meckerfreien Abend,

Deine Julie.

 

 

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