Melasma – Nee, lass‘ ma?

Liebe Julie,

oh no! Die braunen Flecken auf meiner Stirn kommen durch die zunehmende Sonne wieder zurück. Nicht, dass sie komplett verschwunden wären – leider nein – aber jetzt fängt dieser Wahnsinn wieder an… S T O P!

Ich habe genug davon! Kein Drama mehr, sonder professionelle Beratung. Punktum.
Gesagt, getan bin ich also vor gut 4 Wochen zu meinem neuen Hautarzt gestapft, den mir eine liebe Freundin empfohlen hat. Im Grunde wollte ich mir ein paar auffällige Muttermale entfernen lassen, aber in unserem Gespräch sind wir immer mehr auf das Thema Melasma gekommen. Aufgrund der Jahreszeit wurde es auch eine kurze, schmerzlose Entscheidung. Ja, wenigstens war die Entscheidung schmerzlos! 😛

Jetzt fragst du dich vermutlich, was der Tango soll, aber Melasmen sind wirklich fies: Sie werden meist durch Hormonschwankungen – gleich ob Pille, Veränderungen natürlicher Art oder Schwangerschaft –, aber auch Genetik, Entzündungen, Alter und Sonneneinstrahlung verursacht und prägen sich in braunen (oberflächlich, epidermal) bis grau-blauen  (tiefgreifender, dermal) Flecken aus, sprich die Haut ist geschädigt durch eine Hyperpigmentierung. Melanin ist prinzipiell für die Pigmentierung verantwortlich, bei einer Überproduktion kommt es zu diesen hässlichen Flecken. Seitdem ich mehr davon erzähle, erfahre ich auch von immer mehr Mädels und Frauen, dass sie mit dem gleichen Problem kämpfen.

Was tun? Ich habe mich für einen Hautarzt entschieden, der sich genau mit diesem Thema auseinander setzt und nicht für einen Doktor der Schönheit. Seither mache ich nun meine Face-Off Kur, die sich über mehrere Monate erstreckt, wobei die ersten 6 Wochen hard core sind und unbedingt in der noch eher lichtärmeren Jahreszeit erduldet werden sollten. Warum gerade 6 Wochen? Weil die Haut so lange braucht, um sich einmal zu erneuern. Daran lässt Mutter Natur einfach nicht rütteln.

Woche 1:
Alles pipifax, keine Probleme.

Woche 2:
Nunja, leichte Rötungen und erste Schuppung der Haut. Noch nehmen mich meine Freunde hier mit.

Woche 3:
Das Kompliment im Büro „Du siehst aus als hättest du mit einem Igel geschmust“ sagt wohl alles aus, was man wissen muss. Es wird ungemütlich wie mit „Sie werden es hassen.“ angekündigt.

Woche 4:
Mein aktueller Status. Ich fühle mich als ob ich die Krätze hätte, aber meine Tante meinte, dass ich liebe, rote Bäckchen hätte. Aha! Ich glaube, aufgrund der Spannungen und Wuckerl im Gesicht und der brennenden Wirkung während der Behandlung, dass ich diese Kur in dieser Momentaufnahme eher hasse.

Bin ich mit meinem Hautarzt noch immer zufrieden? Ja, definitiv, weil er mir erstens gleich die Wahrheit gesagt hat, dass es kein Kinderspaziergang wird und weil er meine Hautpflege ideal eingestellt hat. Meine superteuere Sonnencreme von La Mer darf ich nicht mehr verwenden, weil für meinen Hauttyp kontraproduktiv, sogar das Hautbild verschlechternd, aber gut gemeint war es ja von mir… Und das zeigt mir einfach seine Kompetenz: Eine umfassende Beratung, kein Zwang, offene Worte und zurzeit auch immer ein offenes Ohr für meine Berichte. Deswegen lieber zum Schmied gehen und nicht zum Schmiedl.

Bevor ich also in Quarantäne gesteckt werde mein Rat: Professionelle Hilfe nehmen und nicht selber herum doktorn, weil mit Melasmen nicht zu spaßen ist!

Brennende Grüße von Deiner
scheckigfleckigen Anna

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