The Monthly Roomie: Bienenstichabhilfe

Man stelle sich einen wunderschönen Sommerabend vor, die Sonne wärmt noch herrlich, die Pflicht für den Tag ist getan und man freut sich schon auf einen erholsamen Abend im Garten. Und während man nun also seelenruhig, zufrieden vor sich hin summend mit nackten Füssen durch eben diesen schlendert und schaut, was die Blumen und Beeren den Tag über gemacht haben, zack! was passiert? Eine freche Biene, die man offensichtlich bei ähnlich gemütlichem rumsummen gestört hat, sticht einen in den Fuss! Mordioo! Was für ein fürchterlicher Schmerz! 😦

Was tun, nachdem man den ersten Schock überwunden hat?

Unfallstelle absichern

Als erstes gilt es den bösen Stachel, ein widerhakiges Ding, trotz Schmerz fachgerecht zu entfernen. Das heisst, nicht einfach ratzfatz packen und rausziehen, sondern idealerweise mit dem Fingernagel von der Einstichstelle wegkratzen. Zieht man nämlich einfach am Stachelende, wo der Giftbeutel der Biene angebracht ist, presst man nur das ganze Gift gleich auch noch in die Wunde, statt ebendieses möglichst zu entfernen. Deswegen: nicht rausziehen, sondern wegkratzen!

Schoten dicht machen

Sobald man nun also diese Meisterleistung vollbracht hat, sofort die Stelle mit Eis kühlen (wer kein Eis zur Hand hat, kann irgendwas aus dem Tiefkühlfach nehmen und in ein Tuch gewickelt auf den Stich legen, hauptsache es kühlt!). Dadurch ziehen sich die Blutgefässe zusammen und transportieren das Gift nicht blitzschnell im Körper weiter, so dass eine Schwellung weitgehend verhindert werden kann.

Schwillt in der ersten Stunde nach dem Stich die betroffene Körperregion extrem an und kommen starkes Jucken, Ausschlag an diversen Stellen am Körper, gar Atemnot oder Schwindel hinzu, kann man davon ausgehen, dass man auf Bienenstiche allergisch ist und sollte gleich einen Arzt aufsuchen, der einen mit einem „Gegengift“ wieder auf Normalstatus bringt. Sticht die Biene in Hals- und Mundregion, sollte man ebenfalls einen Arzt aufsuchen, da sonst Erstickungsgefahrt droht – auch bei Nichtallergikern.

Lindern

Nach der ersten Kühlung den Stich mit einer beruhigenden Salbe wie Fenistil oder Leucin behandeln. Sollte eine solche Salbe gerade nicht zur Hand sein, gibt es diverse Hausmittel, die ebenfalls Abhilfe schaffen: Man glaubt es kaum, aber Zahnpasta wird oft als erstes genannt, wahrscheinlich wegen dem oft darin enthaltenen Menthol, das kühlend und entzündungshemmende wirkt, Honig als natürliches Gegen- resp. Eigengift der Biene, eine aufgeschnittene Zwiebel mit ihrem tränentreibendem Saft, Essig mit Natron vermischt und sogar Zucker, der angefeuchtet auf dem Stich verrieben und bis zur Trocknung dort belassen wird, sozusagen als Giftabsauger dienend.

Hoch die Tassen

Nachdem nun all Register gezogen wurden und der Stich immer noch munter vor sich hinpocht und schmerzt, gibts nur noch eine Lösung im 1. Hilfe ABC: Hochlagern! So verhindert man, dass noch mehr Blut in die Region des Stiches fliesst und dann fleissig das Gift im Körper verteilt. Auch die Schwellung kann so besser abfliessen.

Einen stichfreien sonnigen Juli wünschen euch

Anna und Julie. Julie und Anna.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s