Serienmontag – bitte nicht stören.

Wir schauen heute fern.

Anna und Julie. Julie und Anna.

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The Monthly Roomie: Saisonküche September

Im September geht in Mitteleuropa nicht nur der Herbst los, sondern mit ihm auch die berühmte Kohlzeit! Deswegen widmen wir uns diesen Monat mal bisschen dem Blumenkohl, der in den letzten Jahren auch in der hippen und veganen Küche sehr viel an Bedeutung gewonnen hat.

Blumenkohl fanden wir als Kinder immer ganz unmöglich. Er ist unglaublich unattraktiv weiss, riecht seltsam unangenehm, so „kohlig“ eben, und war eigentlich nur mit gaaaanz viel Käse und Paniermehl bestreut und im Ofen überbacken irgendwie zu überstehen. Heute sind wir ja nun etwas vernünftiger geworden und sehen im Blumenkohl auch durchaus seine versteckten Qualitäten. 🙂 Weiterlesen

Komm in deinem Pyjama und ich sag dir wie du bist…

Liebe Julie,

so herrlich, dass du bei meiner Pyjamaparty warst! Allerherzlichsten Dank!!! ❤ Und vor allem, dass du all diese Vorwehen mit mir durchgestanden hast, denn ich hatte ja nicht geahnt, was ich mit dieser Idee – wobei ich noch immer der Überzeugung bin, dass das keine Mottoparty war, sondern ein Entgegenkommen unserem Alter, dass man nach der Party ohne Umweg ins Bett purzeln kann – lostreten würde… Weiterlesen

You never know what you could dream of…

Liebe Anna,

ach, was habe ich wieder geträumt letzte Nacht…von fernen Ländern, gutaussehenden Prinzen und champagnersprudelnden Quellen….mmhhh….herrlich…so schön wars…:-)  Aber moment…hach nein, stimmt ja gar nicht! Das hätte ich wahrscheinlich  gerne nachts geträumt, aber das war wohl eher eine meiner zahlreichen Tagträumereien bei grauem Regenwetter im Büro…

Ich bin eine Meisterin der Tagträumerei….stundenlang kann ich irgendwo sitzen und einfach mal bisschen in die Luft starren und meine Gedanken schweifen lassen…vom Hundertsten ins Tausendste schwirren und mir dabei meine ganz eigenen Welten ausdenken. Avatar kann sich gleich  hinten anstellen, digitale second lifes brauche ich dazu nicht…das programmiert mein Hirn alles von selbst. Fantasie ist wohl ein gutes Synonym für diese Vorgänge. Und manchmal handelt es sich dabei einfach auch nur um einen wertvollen, original eingebauten Fluchtmechanismus. Flucht vor dem Alltag, vor dem, was ich eigentlich gerade tun sollte und gleichzeitig auch ein Stressregulator fast meditativer Art. Ich komm in einer Situation nicht weiter? Kein Problem, swoosh und zoom out für ein paar Minuten in die sommerliche Bergwelt auf eine saftige Blumenwiese, daneben liegt ein stiller Bergsee und in den Lüften kreisen ein paar Vögel, in der Ferne höre ich die Murmeltiere pfeiffen…mmhh, wunderbar…einmal tief die warme, würzige Luft einatmen und die Augen schliessen und….swoosh zoom in: ich hab die Lösung für mein Alltagsproblem gefunden. Meditativen Kurzurlaub könnte man sowas wohl nennen, ein Powerdream für die Erfrischung des Gedankenflusses.

Nachts hingegen träume ich viel realistischere Geschichten, Begebenheiten direkt aus dem Leben gegriffen und je nach Griff, mehr oder minder meinen Gemütszustand am nächsten Tag beeinflussend. Nachts findet bei mir Verarbeitung pur statt. Und oft sind die Nächte leider zu kurz um die Fluten an Gedanken, die sich tagsüber angesammelt und unterbewusst eingenistet haben, alle durchzuackern. Situationen im Büro, mit der Familie, Freunden spinnen hier einfach munter weiter und potenzieren sich manchmal in gute und manchmal in schlechte Richtungen, so dass ich oft morgens aufwache und ein paar Stunden brauche, bis ich wieder in der Wirklichkeit angelangt bin und auseinander dividiert habe, was real und was nächtlicher Traum war. Auch das im Guten wie im Schlechten. Faszinierend was unser Hirn alles tut, um uns in dieser Welt in Balance zu halten, nicht?

Du fragst Dich sicherlich, wie ich überhaupt gerade auf all diese Gedanken komme? Weil ich heute abend zu Dir nach Wien fliege, da Du zur Pyjamaparty eingeladen hast…eine Party zwischen Tag und Nacht, Traum und Realität…und da ich mir überlegen musste, welchen Pyjama ich zu der Party denn einpacken sollte, da man eben nie weiss, wen man an solchen Traumparties treffen könnte, ging bei mir die Gedankenmaschine natürlich gleich wieder los…

Alors ma chère, à bientôt in Wien…ich glaub mir träumts…;-)

Deine Julie