message von Julie: Wortspielereien

Liebe Anna!

Gestern habe ich was ganz Fantastisches gemacht! Ich war spontan an einem „Kreatives Schreiben“ workshop im Kulturhaus Kosmos hier in Zürich, den ich vor wenigen Tagen auf deren homepage entdeckt hatte. Bin immer noch völlig aufgedreht.

Nichtsahnend was mich dort erwarten würde bin ich gestern morgen wie per homepage angehalten mit „Stift, Papier, Leichtsinn und Improvisationsbereitschaft“ im Buchsalon des Kosmos aufgekreuzt und hab einfach mal ganz entspannt auf mich zukommen lassen, was da gleich so passieren würde.

Und so wurden wir nach einer kurzen Begrüssung gleich zu Beginn des workshops von Franz Kasperski von der storybakery.ch dazu aufgefordert in Dreiergruppen ein paar Wort-Turnübungen, Kopf-Yoga sozusagen, mit Alliterationen und Lautketten zu machen. Oh mei, was haben wir gelacht und aufhören konnte ich damit für den Rest des Tages fast nicht mehr. Es war als hätte jemand den Zapfhahn von einem Riesenfass aufgedreht und seither sprudelts aus mir nur noch wilde Wortkreationen heraus, so dass ich ständig ein Notizbuch mit mir herumtragen muss, um diese alle festzuhalten. Willst Du ein paar Sequenzen hören? Bleibt Dir ja gar nichts anderes übrig. 😛

„Knuffige Kleinkinder in klitzekleinen Klamotten kriechen klebrigen Karamell kauend kreuzweise.“

„Mit knallendem Karacho kracht Karl auf saubere Lauben und tut zur guten Stunde Mutiges kund.“

„Kotzende Korinthenkacker können keine Klösse kaufen.“

„Zarte Zimtzicken zwitschern zauberhaft zögerliche Zungenküsse.“

…oh la la und oh ja ja, ich höre ja schon auf…;-P

But stay tuned! Am Samstag ist der nächste Kurs und alle weiteren Daten finden sich hier.

Einen mordslustigen Morgen wünscht Dir Deine schüttelreimende Julie.

P.S: Das ist ein Schüttelreim: „…auch sollte man bei Magenleiden, den Wein aus sauren Lagen meiden.“ Just saying.

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Weintrouvaille gefunden?

Liebe Anna,

na da bin ich ja mal gespannt, wie es Dir gestern bei der Prüfung ergangen ist! Ich habe meinen Weindaumen auf jeden Fall fest gedrückt!

Eine gute Jahreszeit, die Du Dir für den Kurs ausgesucht hast. Jetzt wo draussen wieder ein rauherer Wind bläst hat man ja auch wieder viel mehr Lust es sich drinnen bei einem Glas Wein gemütlich zu machen und über den roten Saft zu philosophieren…:) Ich bin jedenfalls auf Deine erste Trouvaille gespannt! Wahrscheinlich ein Österreicher? 😛

Hab einen schönen Tag,

Deine Julie.

 

message von Julie: and so the journey begins…

Anna, bella mia! Nach sage und schreibe 10h bin ich nun endlich in Luogosanto (der Ort heisst wirklich so!) auf dem paradiesischen Sardinien angekommen. Und ich sags Dir, was ich heute alles schon gesehen hab! 😀

Ganz im Sinne einer moderaten Pilgerreise habe ich diesmal eine etwas variantenreichere Route gewählt, um nach Sardinien zu gelangen und zwar mit dem Weiterlesen

message von Julie: Yoga here I come!

Liebe Anna,

am kommenden Samstag ist es soweit, ich ziehe mal wieder los, diesmal nach Sardinien in ein intensives Yoga Retreat unter der italienischen Sonne! ☀️😎

Ich bin gespannt und auch etwas nervös, weil so die gelenkige Sportskanone bin ich nun ja nicht…🙄…deswegen bin ich jetzt auch brav am Vordehnen und Strecken, damit ich nicht gleich beim ersten downward facing dog mit einem Muskelkrampf zusammenbreche!

Und ansonsten erfahr ich dann ja eventuell in den nachmittäglichen Familienaufstellungssitzungen, warum mein Körper und ich beim Yoga nicht am gleichen (Muskel-)strang ziehen…😉🧘🏼‍♀️

I’ll keep you posted!

Alles Liebe, Deine Julie

Was jeder wollen sollte – SPARK up your life! 😊

Liebe Anna,
während wir uns beide so unsere ganz eigenen Gedanken machen zu was wir wollen, nicht wollen und alle um uns herum eventuell von uns wollen könnten, fällt mir ein: hab ich Dir eigentlich schon mal von SPARK erzählt?

SPARK ist ein Zentrum für bewusste Persönlichkeitsentwicklung hier in Zürich und wird seit 3 Jahren von zwei Mädels in unserem Alter geführt. Die Idee von SPARK ist Einzelpersonen oder auch Firmen unterschiedliche Möglichkeiten und Wege zur ganzheitlichen Weiterentwicklung der Persönlichkeit aufzuzeigen und diese Wege dann auch gemeinsam zu gehen. Dazu bietet SPARK Kurse in Yoga und Reiki, aber auch Einzelcoachings, Seminare für Projektentwicklung und systemische Familienaufstellungen an.

Das klingt jetzt eventuell alles furchtbar mystisch und nach spirituellem «Gschpürsch mi» Verein wie wir hier in der Schweiz sagen. Ist es bis zu einem gewissen Grad auch. 😊 Aber genau das Weiterlesen

message von Julie: Wein Trouvaille

Liebe Anna,

da hab ich am Wochenende doch gemütlich in der Badi im Stil Magazin von der NZZ am Sonntag geschmökert und folgenden Artikel gefunden:

Erinnert Dich das nicht auch an meine erste Weintrouvaille, den ROSA do douro? Ich glaube das ist ein Zeichen! Wofür? Erstens: ich muss diesen Reserva 2008 von der Quinta de la Rosa unbedingt probieren. Und zweitens: höchste Zeit für eine weitere Weintrouvaille! 😉

Auf ganz bald, Deine Julie

Was will ich denn?

Jenny Holzer, „protect me from what I want“

Liebe Anna,

ich bin mal wieder an einem Wende- oder sagen wir Entscheidungspunkt in meinem Leben angelangt. Mein neuer Job, den ich vor etwas mehr als 3 Monaten angefangen und auf den ich mich riesig gefreut habe, hat sich aus verschiedenen Gründen leider nicht so entpuppt, wie mir das versprochen wurde und so habe ich in der Probezeit beschlossen, das Unternehmen wieder zu verlassen. Eine Entscheidung, die sich für mich total richtig anfühlt, aber doch einige Wellen und Kommentare aus meiner Umgebung ausgelöst hat.

Aber nicht nur das, sie stellt mich wieder einmal mehr vor die Frage: was will ich denn wirklich? Respektive was erwarte ich? Was „darf“ ich erwarten? Vom Leben, von meinem Job, von meinem Vorgesetzten? In welchem Bereich soll ich arbeiten und als was? In welcher Form? Grosses Unternehmen? Mittelständler? Start-up? Und je länger ich als Person mit vielerlei Fähigkeiten und Interessen darüber nachdenke, umso weniger weiss ich was ich eigentlich soll. Das Meer an Möglichkeiten tut sich einerseits vor mir unendlich weit auf und wenn der reality check dann ansteht bezüglich Erfüllung, Gestaltungsspielraum, Lebensunterhaltsfinanzierung und sonstige Lebensplanung, dann reduzieren sich diese Möglichkeiten ganz schnell wieder auf ein paar wenige runter respektive Wunschvorstellung und gefühlte Realität scheinen sich diametral einander gegenüber zu stehen.

Ich weiss was ich kann und worin ich gut bin. Aber wo und wie dieses ganze Paket an Fähigkeiten, Wissen, Erfahrung und Menschenverstand nun am besten eingesetzt werden soll, da stehe ich mir irgendwie im Weg. Eventuell lohnt es sich da einfach mal wieder die Arbeit etwas von ihrem hohen Podest der Wichtigkeit in meinem Leben runterzuholen und sie mit Hobbies und Freizeit auf Augenhöhe hinzustellen. Nicht ganz so einfach dieses Vorhaben, da ich doch über 6 lange Gymnasialjahre und weitere 4 Jahre Studium darauf getrimmt wurde, dass Leistung, Arbeit, Erfolg und nicht zu vergessen finanzielle Sicherheit erstrebenswert und äusserst wichtig wären. Zudem flüstert mir Generation Y von der anderen Seite ins Ohr, dass alles möglich ist, wenn man es sich nur fest genug wünscht,  dass Job, Hobby, ja das Leben an sich alles eins ist und es durchwegs Spass machen soll…ja wat denn nu?

Oft höre ich dann wiederum von unseren Altersgenossen, also den in-um-und-herum 40jährigen, dass ich mir nicht so viele Gedanken machen soll, schliesslich sei die Arbeit nur dazu da, das Leben zu finanzieren und überhaupt – mein Lieblingssatz – ich hätte viel zu hohe Ansprüche an mich selbst und an das Leben überhaupt. Ja aber liebe Leute, wenn ich im Jahr 2018 an mich und mein einziges Leben keine hohen Ansprüche bezüglich Erfüllung, Sinn und Entfaltung haben darf, woran denn dann?!

So sitze ich hier in unserem virtuellen Arbeitsstudio und mache mir ein paar Gedanken zum Leben, zur Arbeit und zu der Zeit, in die wir hineingeboren wurden…eventuell hast Du oder jemand von unseren mitlesenden WG Freunden weiterführende Antworten?

Alles Liebe von der vieldenkenden Julie

message von Julie: Heute Zürcher Seeüberquerung

Tausende Teilnehmer schwimmen an der Seeueberquerung in Zuerich am Mittwoch, 1. Juli 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Liebe Anna,

heute Nachmittag ist es wieder soweit: ich schwimme mit bis zu 9000 anderen Schwimmverrückten über den Zürichsee! Das ist eine ganz alte Zürcher Tradition und findet an verschiedenen Orten entlang des Zürichsees über den ganzen Sommer verteilt statt. Aber die heutige ist die offizielle Stadtzürcher Seeüberquerung  in ihrer 30. Ausführung und geht traditionsgemäss vom Strandbad Mythenquai über 1500m rüber ins schräg dazu versetzte Strandbad Tiefenbrunnen. Ich freue mich riesig, denn das ist so ein richtiges Zeichen dafür, dass der Sommer in Zürich eingekehrt ist! 🙂

Wer spontan noch mitkommen will: es hat noch freie Startzeiten ab 14h30 bis 16h30 und im Ziel winkt als Belohnung eine Wurst vom Grill zur Stärkung! Alles weitere auf https://www.seeueberquerung.ch

Einen erfrischenden Mittwochsgruss sendet Dir,

Deine Julie

Cushioning – oder wie man sich heute in Herzensangelegenheiten absichert

Liebe Anna,

brrr…ist es bei Dir in Wien auch so garstig? Das Wetter hier in Zürich ist trüb, kalt, nass und windig…eigentlich ein Januar wie zu „guten“ alten Zeiten. „Guten“ weil man das einfach so sagt, früher war schliesslich alles besser…ausser das Wetter, wenn Du mich fragst. 🙂

Aber es ist nicht das Wetter, das mich veranlasst Dir zu schreiben. Es sind eher die „guten“ alten Zeiten, Zeiten vor ständiger digitaler Anbindung und dadurch entstandener neuer Kommunikations-, Verhaltensweisen und Wortkreationen. Und keine Angst, es folgt nun kein „früher war alles besser“ Monolog oder eine Verteufelung des digitalen Fortschritts und der damit verbundenen Anpassungen in der Gesellschaft. Es ist eher eine Mischung aus persönlich Erlebtem und Observation, was heute als Folge davon in der Dating Szene abgeht. Und da wir beide ja noch zu der Generation gehören, die auch bereits vor Handy, Internet und App-Gewische gedated haben – und es heute seufz noch immer tun – , finde ich ist so eine Beobachtung nicht ganz uninteressant.

Nach „ghosting“ – dem Phänomen, bei dem eine Person (und dabei sei klargestellt egal ob Mann oder Frau) mitten im dating Prozess, meist nach ca. 2-3 Monaten, einfach wie vom Erdboden verschluckt sich nicht mehr meldet und von heute auf morgen unerreichbar wird – sind „benching“ und „cushioning“ weitere Negativ-Trends.

Schon das ghosting war ein Schock an sich. Wie konnte sich jemand, der Weiterlesen