The Monthly Roomie: Wetterfrosch Mai

Irgendwie klappt das mit dem Sonnenschein im Mai nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten…es regnet und regnet und regnet…und dann immer noch ganz besonders stark am Wochenende, richtig fies ist das! Und dabei sollte bald die Badi aufgehen und überhaupt wollen wir raus und Fahrrad fahren, erste Barbeque-Parties feiern, offene Schuhe anziehen und keine Wollpullover mehr tragen! So eine Tragödie aber auch! Hmpf!

Aber: wer uns kennt, der weiss, dass wir so schnell nicht aufgeben und demnach drehen wir den Spiess einfach um und widmen unseren Wetterfrosch Mai ganz dem Wasser! Sind ja eh schon nass, da können wir uns auch gleich ganz der Sache hingeben.

Zürich – die Brunnenstadt

Lindenhof Zürich

Ist man in Zürich unterwegs und durstig, muss man nicht lange ausharren, sondern kann sich einfach am nächsten Brunnen erfrischen. Davon hat es so gut wie an jeder Ecke einen, denn Zürich gehört mit rund 1’200 Trinkwasserbrunnen zu den brunnenreichsten Städten der Welt. Aus allen sprudelt erstklassiges Trinkwasser und 400 davon sind dem separaten Zürcher Quellwassernetz angeschlossen.

Brunnen sind ein Zeichen von Lebensqualität in einer Stadt. So ist es also nicht verwunderlich, dass es in Zürich so viele gibt, ist die Stadt laut Mercer Ranking 2017 wiederum auf Platz zwei der Liste der Städte mit der höchsten Lebensqualität weltweit – nur Wien hat noch besser abgeschnitten. Wir Roomies wissen eben, wo es sich gut leben lässt! 😉

Zentralhof Zürich

Aber zurück zu den Brunnen in Zürich.  Neben der Verschönerung des Stadtbildes dienen Brunnen auch der Wasserversorgung in Krisenzeiten. Rund 320 dieser Brunnen sowie die über 80 Notwasserbrunnen werden wie gesagt über ein separates Quellwassernetz von 150 Kilometer Länge gespeist. Das Wasser stammt zum grössten Teil aus Quellfassungen, welche seit dem 15. Jahrhundert – seit es in Zürich fliessendes Wasser gibt – in den Hügeln rund um Zürich erstellt wurden. Vorher war die Bevölkerung der Stadt auf die Benutzung der öffentlichen Grundwasserbrunnen angewiesen. Weit verbreitet waren Ziehbrunnen, auch Sodbrunnen oder Schachtbrunnen genannt, wo mit einem Eimer Grundwasser geschöpft wurde. Solche sind heute in der Stadt keine mehr in Betrieb.

Münsterhof Zürich – der neuste Brunnen der Stadt, dessen kleinerer Zulauf auch zur Weintränke umfunktioniert werden kann

Die übrigen Brunnen der Stadt sind am normalen Verteilnetz der Wasserversorgung angeschlossen und werden – wie die Haushaltungen – mit einer Mischung aus 70 Prozent Seewasser, 15 Prozent Quellwasser und 15 Prozent Grundwasser beliefert. Für die Sauberkeit und den regelmässigen Unterhalt sind die Brunnenwärter von der Wasserversorgung verantwortlich.

Schon immer waren Brunnen Orte der Begegnung und des Informationsaustausches. So werden auch heute noch von Juli bis Oktober immer am 1. Mittwoch des Monats um 18h00 Führungen zu den Brunnen Zürichs durchgeführt, wo spannende Geschichten aus dem Mittelalter bis zur Gegenwart zu den bewegten Geschehen an den Zürcher Stadtbrunnen zum Besten gegeben werden.

Zürich – die Sprudelstadt

Thermalbad designed by Ushi Tamborriello

Ein anderer Ort in der Stadt Zürich, wo schon immer viel Wasser sprudelte, jedoch inzwischen eine vollständige Umnutzung stattgefunden hat, ist das Hürlimann Areal. Die Hürlimann AG war die 1836 von der gleichnamigen Familie gegründetet und über fünf Generationen geführte Bierbrauerei, die bereits 1880 durch den Eisenbahnanschluss und verschiedene Zukäufe die grösste Brauerei der Schweiz war. Bekanntermassen wird für das Bierbrauen sehr viel Wasser gebraucht, weswegen es Sinn machte, nach der Schliessung der Brauerei 1996 an Stelle des Industriebetriebes eine Thermalbad zu errichten, wo man sich heute zwischen hundertjährigen Steingewölben im Keller der ehemaligen Brauerei  nach oben zum Rooftop Pool unter freiem Himmel ans Licht sprudeln und baden kann.

Aqui Brunnen von Helen Denzler

Ebenfalls gab es zu Hürlimannschen Bierbrauzeiten ab 1977 am Rande des Areals an der Brandschenkestrasse einen weiteren bekannten Zürcher Brunnen, den Aquibrunnen. Der Aquibrunnen war ein Brunnen, aus dem gratis – äusserst ungewöhnlich für Zürich, mitunter die teuerste Stadt der Welt –  an die 100 Liter Mineralwasser der Marke Aqui pro Minute sprudelte und zu jeder Tages- und Nachtzeit Stadtbewohner das Wasser in Flaschen zum Heimgebrauch abfüllten. Leider wurde mit der Schliessung der Brauerei auch der Brunnen stillgelegt, der ein ganz besonderer Ort in dieser Stadt war. Der Brunnen selbst ist erhalten und steht heute an einem Verkehrskreisel in der Stadt Adliswil, ausserhalb der Tore Zürichs.

Fröhliches Planschen und Durst löschen wünschen euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

Advertisements

Anna’s Wachauer Wein Trouvaille #2in1

Liebe Julie,

den ersten Eindruck des Wachauer Weinfrühlings habe ich mir ja schon vor Jahren gemacht und es ist ein nachhaltiger geblieben wie du weißt, was du aber nicht weißt, ist, dass diesmal die Schweizer Eidgenossen zu Gast waren. Na, was sagst du jetzt? Als ob das nicht genug wäre, hatten wir auf unserem Weingut einen besonders lieben Gastwinzer zu Besuch. Das war quasi die Trouvaille #1. Was ist #2, bitte? Weiterlesen

The Monthly Roomie: Wetterfrosch April

Der April ist hinlänglich dem Wetter verschrieben und so hatten wir schon immer wieder Anmerkungen, was man nicht alles machen kann, selbst wenn das Wetter macht, was es will.

Was wollen wir? Sonne! Seit Anfang April, eigentlich schon Ende März, sieht man viele Sonnenhungrige draußen sitzen, die jeden einzelnen, noch so kleinen Sonnenstrahl erhaschen wollen. Deswegen dachten wir uns, wir sollten uns für das Sonnenbaden rüsten.


Accessoire #1: Sonnencreme
Nicht nur wegen Annas Melasma sondern generell ist Sonnencreme absolute Pflicht und keine Kür. Lasst euch von eurem Hautarzt gut beraten, welche Creme für euch geeignet ist und schon steht dem Sonnenvergnügen nichts im Wege. Einen der umfangreichsten Tests haben wir hier gefunden, für alle, die es genauer wissen wollen.

Accessoire #2: Sonnenhut
Gut behütet startet man nicht nur sonnen-, sondern auch modetechnisch bestens durch. Hüte sind nach wie vor angesagt und wir sind schon bestens ausgerüstet vom kleinen Bowler bis zum breitkrempigen Strohhut je nachdem ob sportlich oder eben chic. Eine tolle Auswahl an Formen für jedes Geldtascherl gibt es hier.

Accessoire #3: Sonnenbrillen
Cool auszusehen war nie so einfach wie im Sommer und wer seine Augen liebt, der schützt sie auch. Die Trends sind nichts für graue Mäuse: Spot on für Cateye-Brillen, bunt verspiegelte Gläser oder coole Pilotenbrillen im neuen Style. Viel Vergnügen beim Probieren!

Vorfreude ist die schönes Freude. In diesem Sinne…

Alles Liebe!
Anna und Julie. Julie und Anna.

The Monthly Roomie: It-Shop April

Die Sonne strahlt leicht durch die Baumäste, an denen erste Triebe zu sehen sind. Ein Strahl kitzelt leicht an der Nase, um die ein leichter Wind weht. Die Füße tragen einen über den grauen Gehsteig ehe man die ersten dunklen Punkte sieht. Plitsch platsch fallen vereinzelt erste Tropfen vom Himmel, dessen strahlendes Blau mit Wolken durchzogen wird und sich langsam grau färbt. Der Blick an sich herunter ist ernüchternd: Übergangsschuhe und eine leichte Jacke. Weit und breit kein Schirm. In just diesem Moment wurde er entdeckt, der Shop des Monats: Das Gummistiefelhaus!

Alleine die Beschreibung der Zielgruppe hat es uns schon angetan: Ob Fashion Freaks, Gassigeher, Gartenarbeiter, Pfützenspringer, Gatschhupfer, Kindergartler, Waldspaziergänger oder Veganer. Wer findet sich hier nicht? Denn auch im Großstadtdschungel kann man Gummistiefel immer brauchen, vor allem im April, wenn das Wetter wirklich macht, was es will und alle 5 Minuten sich ändert.

Marken sind bekanntlich das Aushängeschild eines jeden Shops und da lässt das Gummistiefelhaus die Herzen eindeutig höher schlagen: Hunter und Viking sind ohnehin bekannt, aber auch Rains ist hier zu finden sowie uns noch nicht so geläufige Labels wie Ilse Jacobsen. Zu unserer Freude finden wir aber auch Brands wie Ipanema oder Butterfly Twists, die nicht nur bei Regen zum Zug kommen.

Rüstet euch für den April!

Sonnige Splish-Splash-Grüße,
Anna und Julie. Julie und Anna.

The Monthly Roomie: Want to do’s im März

Raus mit euch! Die Natur ist gerade am Aufwachen…ein bisschen versteckt sie sich noch hinter ein paar Schneeflocken und kalten Windstössen, aber bald ist es vorbei damit und sie wird mit viel Sonne durchdrücken und aufblühen. Es gibt also nix naheliegenderes als den März zu nutzen und das erste Spriessen der Natur live mitzuerleben! 🙂

Balkon herrichten

Habt ihr nicht auch schon wieder grosse Lust draussen auf dem Balkon zu frühstücken? Na dann nix wie los und Schrubber zur Hand nehmen! Wenn ihr wie wir Tisch und Bänke aus Holz auf dem Balkon stehen habt, dann empfehlen wir diesen eine Wellnesskur zu verpassen, indem ihr sie gründlich putzt und so von Dreck und Staub befreit, eventuelle Absplitterungen oder unebene Stellen mit einem starken Schleifpapier „abpeelt“ und dann mit Hartöl aus dem Baumarkt oder mit dem günstigeren und 100% natürlichen Leinöl einpinselt, damit das über den Winter trocken gewordene Holz wieder Feuchtigkeit bekommt. Zieht das Öl sofort ein, könnte ihr noch eine 2. Schicht drübergeben.

Blütenzweige für drinnen

Solange draussen die Samen sich noch in der Erde warmhalten und noch nichts spriesst, holen wir uns die Natur einfach ins Wohnzimmer und beschleunigen den Aufblühprozess etwas. Am besten geht das mit Blütenzweigen mit ersten Knospen, die an einem milden, frostfreien Tag draussen geschnitten (oder auf dem Markt geholt) sollen, damit der Wechsel in die warme Zimmerumgebung keinen Temperaturschock für die Pflanze verursacht.

Zweige, die sich für ein „Vortreiben“, eben das verfrühte Austreiben, eignen, sind z.B.: Birke, Buche, Flieder, Kastanie, Kirsche, Magnolie, Quitte oder das wohl am besten bekannte Weidenkätzchen.

Fahrrad auf Vordermann bringen

Was gibt es schöneres als die ersten lauen Frühlingswinde im Haar zu spüren, während man mit dem Fahrrad durch die Stadt kurvt? Nur, das Fahrrad hat leider eine Platten, ist leicht angerostet vom Winter vor der Haustür und die Bremsen quietschen? Macht nix, wenn ihr nicht selbst Hand anlegen wollt (siehe auch: humpday roomie wisdom #50: Bike Reviver), einfach zum Fahrradhändler eures Vertrauens in den Service bringen und los kann die Entdeckung Natur gehen!

Einen wundervoll frühlingshaften März wünschen euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

 

The Monthly Roomie: Wetterfrosch Januar Zürich

Im Januar hängt jeweils der Nebel über dem Zürichsee wie ein schweres Daunenduvet. Leider ist es darunter nicht ansatzweise so kuschelig wie man meinen könnte, so dass es sich empfiehlt diese Nebeldecke zu durchstossen und in die Höhe zu flüchten, denn dort scheint meist den ganzen Januar bei klirrender Kälte die Sonne! 🙂

uetliberg-aussicht

copyright utokulm.ch

Je nach dem wieviel Zeit zur Verfügung steht, gibt es von Zürich zwei gut erreichbare Ziele für ein paar wenige Stunden oder einen ganzen Tag Sonnenkur.

Schlittelplausch auf dem Üetliberg

schlittelweg-1001-1400x565

copyright uetliberg.ch

In nur 20 Minuten erreicht man mit der Sihltalbahn vom Zürcher Hauptbahnhof im Halbstundentakt den Üetliberg, Hausberg von Zürich und Ausgangspunkt für einen wunderschönen Winterspaziergang entlang der Bergkette mit schönster Sicht auf das Nebelmeer über dem Zürichsee, oder eine rasante Schlittenfahrt auf dem 3.1 km langen Schlittelweg vom Üetliberg runter bis ins Triemli, an den Stadtrand von Zürich. Praktischerweise gibt es dort eine Haltestelle der Sihltalbahn, so dass man dieses Vergnügen an einem Nachmittag gut 2-3 mal geniessen kann. Für die ganz Mutigen kann der Spass mit Stirnlampen bis in die Dunkelheit verlängert werden, nachts ist der Schlittelweg nämlich auch geöffnet.

Skifahren im Hochybrig

800x600_hochybrig2

copyright schwyz-tourismus.ch

Gute 50 Autominuten von Zürich entfernt liegt das Skigebiet Hochybrig, das ideale Ziel für einen sonnigen Tagesausflug in den Schnee. Ob Skifahren, Snowboarden, Langlaufen oder einfach eine ausgedehnte Schneeschuhwanderung, das Gebiet bietet für jedes Wintersportlerherz etwas. Die höchste mit Skiliften erklimmbare Bergspitze liegt auf ca. 1800 m.ü.M., ist also in einem normalen Winter schneesicher, und unterwegs auf den Pisten gibts genügend Sonnenterrassen zum Einkehren. Eine Tageskarte für die Anlagen kostet um die 50.- CHF für einen Erwachsenen und Material kann alles vor Ort gemietet werden.

Eine wunderbar sonnige Zeit im Schnee wünschen Euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

Advent Flash #23

Adventszeit ist Weihnachtspartyzeit! Jeder will vor Jahresende noch wertvolle Zeit mit den liebsten Freunden, Bürokollegen und Vereinsmitgliedern verbringen, wofür fleissig Weihnachtsmärkte, Fonduestuben und Glühweinstände besucht werden. 

Wer dazu lieber auf die Dächer steigt, kann dies in Zürich in der Sky Bar tun. Dort gibt es auf dem Dach des ehrenwerten Hotel Eden au Lac im Advent jeden Abend Open Air Fondue mit fantastischer Sicht auf den winterlichen See! 


Einfach bitte gaaanz warm einpacken! 🙂

En Guete wünschen Anna und Julie. Julie und Anna.

humpday roomie wisdom #52: Sommercocktails

Ok, ok, es regnet…dauernd, ständig, in Strömen, Winter, bääh…!

ABER: HEUTE NICHT!! Zumindest in Wien und Zürich nicht…:-) Und da ergreifen wir zwei Roomies sofort die Gelegenheit uns auf den Balkon zu hocken und unsere liebsten Sommercocktails zu schlürfen!

Lillet

Wir plädieren für simple, dafür äusserst erfrischende und variantenreiche Cocktails, die auch gut zu Hause gemixt werden können. Und dazu gibts keine langweiligen Erdnüsse, sondern erfrischende Fruchtspiesse…:-) yumm

Anna’s Favourite: Lillet Spritz

50ml Lillet blanc

10ml Holundersirup

Sodawasser

Eiswürfel

2 Scheiben Gurke, Minzblätter

Lillet blanc, Holundersirup und Eiswürfel in ein Weinglas geben und mit Sodawasser auffüllen. Gurke und Minzblätter zugeben und geniessen! Alternativ kann dieser Cocktail statt klassich mit Gurke und Minze auch mit Erdbeeren und Thymian gemixt werden. Mmmmhhh!

Ausser Haus: am liebsten von Anna geschlürft auf der wunderschönen Dachterrasse der Bloom Bar in Wien

Julie’s Favourite: Pimm’s No. 1

50ml Pimm’s No. 1

150ml Fentimans Victorian Lemonade

Eiswürfel

frische Minzblätter, Gurke, Orangen, Erdbeeren

Pimm’s No. 1 wird in England für ausgedehnte Gartenparties  traditionellerweise gleich in grösseren Mengen in einem Krug angerichtet, dafür die angegebenen Mengen einfach entsprechend erhöhen. Für ein Glas nehmen man ein hohes Drinkglas und fülle es mit Eis, Minzblätter und geschnittene Früchte reingeben, Pimm’s No. 1 einfüllen und mit Fentimans Victorian Lemonade auffüllen und geniessen! To pimp it up kann statt english lemonade auch Champagner genommen werden, damit wird der simple Pimm’s zum „Pimm’s Royale“. 🙂

Ausser Haus: am liebsten von Julie geschlürft im gemütlichen Garten des Café Bebek in Zürich

Ein sommerliches Prost von Anna und Julie. Julie und Anna.