Roomie Adventskalender #3: passion for fashion

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Im Musée des Arts décoratifs in Paris ist bis zum 7. Januar 2018 noch die Ausstellung Christian Dior Couturier du rêve zu sehen…in der Tat ein wunderbarer Traum aus rauschenden Stoffkreationen, unbeschreiblicher Kreativität und vollendeter Schönheit!

Einen 1. Advent voller Traumkreationen wünschen Euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

1. Advent: Hoch die Tassen!

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Huhuu, halloo vom Weihnachtsmarkt! Wir Roomie-Häschen sind schon beim weihnachtlichen Glühwein, hicks! Mögt ihr auch welchen? Wir verraten euch hier unsere Lieblingsrezepte:

Rote Variante:
1 l Rotwein
6 Gewürznelken
3 Zimtstangen
4 EL Kristallzucker
1 Orangenzeste
1 Zitronenzeste

Weiße Variante:
1,5 l Weißwein
4 Gewürznelken
4 EL weißer Kandiszucker
1 Orangenzeste
125 ml Orangensaft
80 ml Rum

Weinempfehlung: Man glaubt es kaum, aber für einen guten Glühwein braucht es einen guten Wein! Und zwar einen, der mit den herben Gewürzen, die reingemischt werden, mithalten kann, sprich selbst etwas herb und würzig ist. Ein guter Kandidat dafür ist zum Beispiel ein Pinot Noir, der genügend Säure mitbringt und einen etwas herben, erdigen Geschmack hat. Für die weisse Variante eignet sich ein Weisswein, der trocken und dennoch lieblich ist, zum Beispiel ein Gewürztraminer.

Ihr lasst den Wein mit den Gewürzen und den Zitruszesten der unbehandelten Orange und Zitrone 1 Stunde zugedeckt erhitzen, aber nicht kochen. Ihr könnt wahlweise den Zitronen- und Orangensaft noch hinzu geben. Bitte dann noch etwas Geduld und den Glühwein noch mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Anschließend durch ein Sieb gießen, und vor dem Genuß eventuell nochmals erwärmen.

Serviervorschlag: Mit einer Zitronenspalte am Glasrand. 🙂

Chinchin und einen lustigen 1. Advent wünschen
Anna und Julie. Julie und Anna.

Adventsgeschichte: Mit Liebe gebacken

Lebkuchen

«Lebkuchenherzen! Ganz frisch und lecker! Mit Liebe gebacken!», ruft das Mädchen mit den schwarzen Zöpfen und reibt die klammen Hände. «Duftende Lebkuchen! Mit kostbaren Gewürzen! Und viel Liebe gebacken!»
Doch niemand bleibt stehen. Kein Mensch nimmt Notiz von der jungen Lebkuchenbäckerin. Zu unscheinbar steht das Mädchen in einer schummrigen Ecke des Weihnachtsmarktes. Nur eine einzige rote Kerze klebt auf dem Pflaster vor dem brüchigen Weidenkorb und verstreut ihr flackerndes Licht.
Dutzende sorgfältig geformter Lebkuchenherzen jeder Größe liegen für kleine und große Leckermäuler bereit. Herzen, mit Zuckerguss verziert. Herzen, mit Mandelkernen oder kandierten Früchten gespickt. Herzen, mit glänzender Schokolade überzogen. Keines gleicht dem anderen.
«Lebkuchen! Nach einem uralten Hausrezept! Mit Liebe gebacken!», versucht das Mädchen noch einmal sein Glück. Schon klingt die Stimme heiser, und die Hände schmerzen in klirrender Kälte. «Mit Liebe gebacken!» Noch hofft die Herzenverkäuferin. Aber die vielen Marktbesucher achten nicht auf ihre zarten Rufe.
«Mit Liebe gebacken! Wie schön du das sagst, Angelina», brummt der Maronimann, der nebenan seine gerösteten Früchte anbietet. Angelina schenkt ihm ein Lächeln. Und ihr schönstes Lebkuchenherz. Gerührt nimmt er es an, beißt hinein und nickt anerkennend, während er seine nächste Kundin bedient.
«Hast du denn keine Handschuhe?», fragt der Maronimann und streicht die Münzen in die Kasse. Angelina schüttelt nur den Kopf. Da reicht er dem Mädchen eine Riesentüte voll dampfender Maroni. «Hier nimm! Damit kannst du deine kleinen Hände ein wenig wärmen. Und obendrein schmecken meine Kastanien auch recht gut. Mit Liebe geröstet!»
Eine Stunde nach Anbruch der Abenddämmerung verabschiedet sich Angelina vom Maronimann und bummelt mit dem schweren Korb im Arm über den Weihnachtsmarkt. Bewundert die geschmückten Häuschen und die angebotenen Waren und Leckereien. Hin und wieder bleibt das Mädchen für ein, zwei Augenblicke stehen und verschenkt die Lebkuchenherzen. «Mit Liebe gebacken!»
«Mit Liebe gebacken?», wundern sich die Beschenkten. Doch ehe sie sich bedanken können, ist Angelina in der Menge untergetaucht. Ihr letztes Herz schenkt sie der Frau hinter dem kupfernen Punschkessel.
Nach Marktschluss treffen sich die Händler, um noch ein paar Worte miteinander zu wechseln. «War das nicht Angelina, die heute Lebkuchenherzen verteilte?», fragt die Punschfrau in die Runde. Der Maronimann nickt nachdenklich. «Der Familie soll es derzeit nicht so gut gehen!», weiß die Glasblaserin. «Davon habe ich auch gehört», meint der Töpfer. «Und dennoch verschenkt das Mädchen einen Korb voller Lebkuchenherzen?», überlegt der Wurstbräter. «Mit Liebe gebacken!», flüstert der Maronimann.
Der Korbmacher eilt zu seinem Stand, kehrt rasch mit dem schönsten und größten Stück zurück. «Lasst uns diesen Korb gemeinsam für Angelinas Familie füllen!», fordert er die anderen Händler mit leuchtenden Augen auf. Und ohne lange zu überlegen gibt jeder sein Bestes.
«Mit Liebe geschenkt!», murmelt der Maronimann zufrieden und stellt den überquellenden Korb auf die Schwelle des armseligen Häuschens. Dann klingelt er und verschwindet in der Nacht.

(Peter Schneidhan)