The Monthly Roomie: Want to do’s im März

Raus mit euch! Die Natur ist gerade am Aufwachen…ein bisschen versteckt sie sich noch hinter ein paar Schneeflocken und kalten Windstössen, aber bald ist es vorbei damit und sie wird mit viel Sonne durchdrücken und aufblühen. Es gibt also nix naheliegenderes als den März zu nutzen und das erste Spriessen der Natur live mitzuerleben! 🙂

Balkon herrichten

Habt ihr nicht auch schon wieder grosse Lust draussen auf dem Balkon zu frühstücken? Na dann nix wie los und Schrubber zur Hand nehmen! Wenn ihr wie wir Tisch und Bänke aus Holz auf dem Balkon stehen habt, dann empfehlen wir diesen eine Wellnesskur zu verpassen, indem ihr sie gründlich putzt und so von Dreck und Staub befreit, eventuelle Absplitterungen oder unebene Stellen mit einem starken Schleifpapier „abpeelt“ und dann mit Hartöl aus dem Baumarkt oder mit dem günstigeren und 100% natürlichen Leinöl einpinselt, damit das über den Winter trocken gewordene Holz wieder Feuchtigkeit bekommt. Zieht das Öl sofort ein, könnte ihr noch eine 2. Schicht drübergeben.

Blütenzweige für drinnen

Solange draussen die Samen sich noch in der Erde warmhalten und noch nichts spriesst, holen wir uns die Natur einfach ins Wohnzimmer und beschleunigen den Aufblühprozess etwas. Am besten geht das mit Blütenzweigen mit ersten Knospen, die an einem milden, frostfreien Tag draussen geschnitten (oder auf dem Markt geholt) sollen, damit der Wechsel in die warme Zimmerumgebung keinen Temperaturschock für die Pflanze verursacht.

Zweige, die sich für ein „Vortreiben“, eben das verfrühte Austreiben, eignen, sind z.B.: Birke, Buche, Flieder, Kastanie, Kirsche, Magnolie, Quitte oder das wohl am besten bekannte Weidenkätzchen.

Fahrrad auf Vordermann bringen

Was gibt es schöneres als die ersten lauen Frühlingswinde im Haar zu spüren, während man mit dem Fahrrad durch die Stadt kurvt? Nur, das Fahrrad hat leider eine Platten, ist leicht angerostet vom Winter vor der Haustür und die Bremsen quietschen? Macht nix, wenn ihr nicht selbst Hand anlegen wollt (siehe auch: humpday roomie wisdom #50: Bike Reviver), einfach zum Fahrradhändler eures Vertrauens in den Service bringen und los kann die Entdeckung Natur gehen!

Einen wundervoll frühlingshaften März wünschen euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

 

The Monthly Roomie: Saisonküche März

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Der März ist bereits im vollen Gange und so mischen sich zwischen Schneegestöber und kalte Brisen vereinzelt ganz laue, sonnige Tage, die so richtig Lust auf Frühling machen! Und was gibt es frühlingshafteres als der Geschmack von frischer Kresse, am besten  vom eigenen Balkon 🙂

Kresse enthält eine geballte Ladung an Vitamin C, Folsäure und Beta-Carotin, welche alle drei wichtig für die Funktion des Immunsystems sind. Beta-Carotin ist zusätzlich gut für die Augen, da es sich im Körper teilweise in Vitamin A umwandelt. Ausserdem enthält Kresse viele Mineralstoffe, insbesondere Kalzium und Eisen, welche sich positiv auf Nerven, Muskeln und Knochen sowie die Blutbildung auswirken.

Kresse hat einen scharfen Geschmack, weshalb sie oft nur in geringen Mengen verzehrt wird. Für diese Schärfe sind sogenannte Senfölglycoside verantwortlich, ein Pflanzeninhaltsstoff mit gesundheitsfördernder Wirkung.

Ob als ganzer Salat verzehrt oder nur als Verzierung auf einem Vollkornbrot mit Frischkäse – Kresse ist auf jeden Fall eine ballaststoffreiche Vitaminbombe, die uns im März hilft, die noch kalten und windigen Tage unbeschadet zu überstehen.

Einen erfrischenden und sonnigen Mittwoch wünschen euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

The Monthly Roomie: März Agenda Schweiz

Puff! Und schon sind 2 Monate 2017 ins Land gezogen! Das Januar Loch ist durch, der Februar hat sich immerhin sonnig gezeigt…tja, da sollte dem Frühlingsanfang eigentlich nichts mehr im Wege stehen. 🙂

Der März ist in der Schweiz von unterschiedlichen Frühlingsanlässen geprägt – erste Weinausstellungen wie zum Beispiel die Expovina Primavera im Puls 5 in Zürich (31.3. – 7.4.2017), Modeevents wie die Spring Edition vom Fashionhotel im Kameha Grand Hotel in Glattbrugg (31.3. – 2.4.2017) stehen an. Wir wollen unser Augenmerk aber auf einen ganz speziellen Schweizer Anlass richten, der dieses Jahr im März stattfindet: die Basler Fasnacht.

6. – 8. März 2017: Basler Fasnacht

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Die Basler Fasnacht ist die grösste Fasnacht der Schweiz. Sie beginnt mit dem „Morgestraich“ um 04h00 in der Früh jeweils am Montag nach Aschermittwoch und dauert exakt 72 Stunden bis zum sogenannten „Zapfestreich“ am Donnerstag früh. «Die drey scheenschte Dääg», wie die Basler die drei Fasnachtstage nennen, ist eine Mischung aus einer äusserst humorvollen, künstlerischen bis sinnlichen, ja fast melancholischen Fasnacht, die wenig mit dem deutschen Karneval oder den anderen Schweizer Fasnachtsanlässen zu tun hat. Sie besteht nebst einem fixen Programm, das sich über die 3 Tage hinwegzieht, aus ganz vielen Nebenschauplätzen, die man als Zuschauer geniessen oder als Einzelmaske inkognito auf sich wirken lassen kann. Und dies unübertrieben ganze 72 Stunden lang ohne Unterbruch!

Die Hauptpunkte, die man als Zuschauer (die sich übrigens nicht verkleiden sollen – nur aktive Fasnächtler sind verkleidet und dies immer mit einer Larve (= Maske)) sind folgende:

Montag, 4h00 Morgestraich: Die Cliquen (Fasnachtsgruppen) beginnen pünktlich zum 4. Glockenschlag in der Früh in Formation Piccolo spielend durch die stockdunkle Basler Innenstadt zu ziehen – Licht gibts nur von den kunstvoll gefertigten „Laternen“ oder den kleinen, süssen „Kopflaternen“, kleine Nachtlampen, die auf den Larven befestigt sind. Einen Abschluss findet der Morgestraich mit einem deftigen Mehlsuppen und Zwiebelkuchen Frühstück, bevor die Hardcore Fasnächtler pünktlich um 8h00 zur Arbeit erscheinen.

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Montag, 13h30 Cortège: Nach einem kurzen Büromorgen oder einem Nickerchen daheim im Bett wird wieder in der Clique eingestanden, diesmal mit dem jährlich wechselnden und sujetgerechten Kostüm. Die Basler sind nämlich gross darin lokale und internationale Geschehen auf die Schippe zu nehmen und bis aufs Äusserste zu mokieren – nicht nur mit Worten und Bildern auf den Laternen, sondern auch über die Verkleidung ausgedrückt. Der Cortège ist der Umzug durch die Innenstadt, der am Montag und Mittwoch Nachmittag stattfindet und bei den vielen Zuschauern von nah und fern grossen Anklang findet. Trommler, Piccolospieler und Guggenmusiken ziehen musizierend durch die Strassen, während die Waggisse (Elsässer Marktschreier) wild gestikulierend und laut rufend von ihren Wagen herab mit den Zuschauern interagieren, immer mit mindestens einer Handvoll Räppli (=Konfetti) bewaffnet.

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Montagabend, Schnitzelbänke: Eine weitere Besonderheit der Basler Fasnacht sind die „Schnitzelbänke“, Sprechgesänge begleitet von „Helgen“ (=Bilder), die das Weltgeschehen unter die Lupe und auf die Schippe nehmen und in unerwarteten Pointen enden lassen. Diese werden in unterschiedlichen Lokalen über die ganze Stadt verteilt Montagabend zum Besten gegeben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte lange im Voraus ein Ticket für die Veranstaltungen bestellen, spontane Zeitgenossen finden später am Abend nach der Essenszeit immer irgendwo noch Platz zum mithören und -lachen.

Dienstag: Der Fasnachtsdienstag gehört den Kindern und den Guggenmusiken. Am Nachmittag ziehen die Kinder in Leiterwagen, zu Fuss und teilweise fleissig trommenlnd und Piccolo spielend durch die Strassen, verteilen haufenweise Süssigkeiten und werfen soviele Räppli, dass die ganze Stadt unter einer bunten Räpplidecke verschwindet . Abends gibt es grosse, laute Guggenkonzerte auf dem Marktplatz und auch diejenigen Fasnachtsbegeisterten, die keiner Clique angehören, dürfen nun in sogenannten „Schyssdräggzügli“ durch die Strassen ziehen. „Gässle“ nennt man dieses in kleinen, bunt zusammengewürfelten Formationen – mit oder ohne Musiker, aber immer mit Verkleidung und Larve 🙂 – umherziehen durch Basels Gassen. Für diejenigen, die den Dienstagabend etwas ruhiger angehen möchten, ist die Laternenausstellung auf dem Münsterplatz, wo die kunstvoll bemalten und beleuchteten Laternen mit den verschiedenen elaborierten Fasnachtssujets aufgestellt sind, eine wunderschöne und sinnliche Alternative.

Mittwochnachmittag, Cortège: Am Mittwochnachmittag ziehen noch einmal, weil es so schön ist, die Cliquen durch Gross- und Kleinbasel und trommeln und pfeiffen dann sozusagen durch bis Donnerstag um 4h00 in der Früh, denn die „drey scheenschte Dääg“ wollen bis aufs Letzte ausgekostet werden!

Ä scheeni Fasnacht wünschen euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.