The Monthly Roomie: Wetterfrosch Juni

Die Hitze plagt uns an einigen Tagen doch so sehr, dass wir nur noch an angenehme Kühle denken können. Wir blicken vom Balkon oder der Terrasse oder auch ganz einfach nur aus dem Fenster auf die Berge… Dabei ist uns eingefallen, dass wir als Kinder von unseren Eltern immer wieder zu Wanderungen animiert worden sind – mit meist mäßigem Erfolg. Doch ein Ausflugsziel war schon damals toll, vor allem bei gleißenden Temperaturen: Eiswelten! Weiterlesen

The Monthly Roomie: Wetterfrosch Mai

Irgendwie klappt das mit dem Sonnenschein im Mai nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten…es regnet und regnet und regnet…und dann immer noch ganz besonders stark am Wochenende, richtig fies ist das! Und dabei sollte bald die Badi aufgehen und überhaupt wollen wir raus und Fahrrad fahren, erste Barbeque-Parties feiern, offene Schuhe anziehen und keine Wollpullover mehr tragen! So eine Tragödie aber auch! Hmpf!

Aber: wer uns kennt, der weiss, dass wir so schnell nicht aufgeben und demnach drehen wir den Spiess einfach um und widmen unseren Wetterfrosch Mai ganz dem Wasser! Sind ja eh schon nass, da können wir uns auch gleich ganz der Sache hingeben.

Zürich – die Brunnenstadt

Lindenhof Zürich

Ist man in Zürich unterwegs und durstig, muss man nicht lange ausharren, sondern kann sich einfach am nächsten Brunnen erfrischen. Davon hat es so gut wie an jeder Ecke einen, denn Zürich gehört mit rund 1’200 Trinkwasserbrunnen zu den brunnenreichsten Städten der Welt. Aus allen sprudelt erstklassiges Trinkwasser und 400 davon sind dem separaten Zürcher Quellwassernetz angeschlossen.

Brunnen sind ein Zeichen von Lebensqualität in einer Stadt. So ist es also nicht verwunderlich, dass es in Zürich so viele gibt, ist die Stadt laut Mercer Ranking 2017 wiederum auf Platz zwei der Liste der Städte mit der höchsten Lebensqualität weltweit – nur Wien hat noch besser abgeschnitten. Wir Roomies wissen eben, wo es sich gut leben lässt! 😉

Zentralhof Zürich

Aber zurück zu den Brunnen in Zürich.  Neben der Verschönerung des Stadtbildes dienen Brunnen auch der Wasserversorgung in Krisenzeiten. Rund 320 dieser Brunnen sowie die über 80 Notwasserbrunnen werden wie gesagt über ein separates Quellwassernetz von 150 Kilometer Länge gespeist. Das Wasser stammt zum grössten Teil aus Quellfassungen, welche seit dem 15. Jahrhundert – seit es in Zürich fliessendes Wasser gibt – in den Hügeln rund um Zürich erstellt wurden. Vorher war die Bevölkerung der Stadt auf die Benutzung der öffentlichen Grundwasserbrunnen angewiesen. Weit verbreitet waren Ziehbrunnen, auch Sodbrunnen oder Schachtbrunnen genannt, wo mit einem Eimer Grundwasser geschöpft wurde. Solche sind heute in der Stadt keine mehr in Betrieb.

Münsterhof Zürich – der neuste Brunnen der Stadt, dessen kleinerer Zulauf auch zur Weintränke umfunktioniert werden kann

Die übrigen Brunnen der Stadt sind am normalen Verteilnetz der Wasserversorgung angeschlossen und werden – wie die Haushaltungen – mit einer Mischung aus 70 Prozent Seewasser, 15 Prozent Quellwasser und 15 Prozent Grundwasser beliefert. Für die Sauberkeit und den regelmässigen Unterhalt sind die Brunnenwärter von der Wasserversorgung verantwortlich.

Schon immer waren Brunnen Orte der Begegnung und des Informationsaustausches. So werden auch heute noch von Juli bis Oktober immer am 1. Mittwoch des Monats um 18h00 Führungen zu den Brunnen Zürichs durchgeführt, wo spannende Geschichten aus dem Mittelalter bis zur Gegenwart zu den bewegten Geschehen an den Zürcher Stadtbrunnen zum Besten gegeben werden.

Zürich – die Sprudelstadt

Thermalbad designed by Ushi Tamborriello

Ein anderer Ort in der Stadt Zürich, wo schon immer viel Wasser sprudelte, jedoch inzwischen eine vollständige Umnutzung stattgefunden hat, ist das Hürlimann Areal. Die Hürlimann AG war die 1836 von der gleichnamigen Familie gegründetet und über fünf Generationen geführte Bierbrauerei, die bereits 1880 durch den Eisenbahnanschluss und verschiedene Zukäufe die grösste Brauerei der Schweiz war. Bekanntermassen wird für das Bierbrauen sehr viel Wasser gebraucht, weswegen es Sinn machte, nach der Schliessung der Brauerei 1996 an Stelle des Industriebetriebes eine Thermalbad zu errichten, wo man sich heute zwischen hundertjährigen Steingewölben im Keller der ehemaligen Brauerei  nach oben zum Rooftop Pool unter freiem Himmel ans Licht sprudeln und baden kann.

Aqui Brunnen von Helen Denzler

Ebenfalls gab es zu Hürlimannschen Bierbrauzeiten ab 1977 am Rande des Areals an der Brandschenkestrasse einen weiteren bekannten Zürcher Brunnen, den Aquibrunnen. Der Aquibrunnen war ein Brunnen, aus dem gratis – äusserst ungewöhnlich für Zürich, mitunter die teuerste Stadt der Welt –  an die 100 Liter Mineralwasser der Marke Aqui pro Minute sprudelte und zu jeder Tages- und Nachtzeit Stadtbewohner das Wasser in Flaschen zum Heimgebrauch abfüllten. Leider wurde mit der Schliessung der Brauerei auch der Brunnen stillgelegt, der ein ganz besonderer Ort in dieser Stadt war. Der Brunnen selbst ist erhalten und steht heute an einem Verkehrskreisel in der Stadt Adliswil, ausserhalb der Tore Zürichs.

Fröhliches Planschen und Durst löschen wünschen euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

The Monthly Roomie: März Agenda Schweiz

Puff! Und schon sind 2 Monate 2017 ins Land gezogen! Das Januar Loch ist durch, der Februar hat sich immerhin sonnig gezeigt…tja, da sollte dem Frühlingsanfang eigentlich nichts mehr im Wege stehen. 🙂

Der März ist in der Schweiz von unterschiedlichen Frühlingsanlässen geprägt – erste Weinausstellungen wie zum Beispiel die Expovina Primavera im Puls 5 in Zürich (31.3. – 7.4.2017), Modeevents wie die Spring Edition vom Fashionhotel im Kameha Grand Hotel in Glattbrugg (31.3. – 2.4.2017) stehen an. Wir wollen unser Augenmerk aber auf einen ganz speziellen Schweizer Anlass richten, der dieses Jahr im März stattfindet: die Basler Fasnacht.

6. – 8. März 2017: Basler Fasnacht

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Die Basler Fasnacht ist die grösste Fasnacht der Schweiz. Sie beginnt mit dem „Morgestraich“ um 04h00 in der Früh jeweils am Montag nach Aschermittwoch und dauert exakt 72 Stunden bis zum sogenannten „Zapfestreich“ am Donnerstag früh. «Die drey scheenschte Dääg», wie die Basler die drei Fasnachtstage nennen, ist eine Mischung aus einer äusserst humorvollen, künstlerischen bis sinnlichen, ja fast melancholischen Fasnacht, die wenig mit dem deutschen Karneval oder den anderen Schweizer Fasnachtsanlässen zu tun hat. Sie besteht nebst einem fixen Programm, das sich über die 3 Tage hinwegzieht, aus ganz vielen Nebenschauplätzen, die man als Zuschauer geniessen oder als Einzelmaske inkognito auf sich wirken lassen kann. Und dies unübertrieben ganze 72 Stunden lang ohne Unterbruch!

Die Hauptpunkte, die man als Zuschauer (die sich übrigens nicht verkleiden sollen – nur aktive Fasnächtler sind verkleidet und dies immer mit einer Larve (= Maske)) sind folgende:

Montag, 4h00 Morgestraich: Die Cliquen (Fasnachtsgruppen) beginnen pünktlich zum 4. Glockenschlag in der Früh in Formation Piccolo spielend durch die stockdunkle Basler Innenstadt zu ziehen – Licht gibts nur von den kunstvoll gefertigten „Laternen“ oder den kleinen, süssen „Kopflaternen“, kleine Nachtlampen, die auf den Larven befestigt sind. Einen Abschluss findet der Morgestraich mit einem deftigen Mehlsuppen und Zwiebelkuchen Frühstück, bevor die Hardcore Fasnächtler pünktlich um 8h00 zur Arbeit erscheinen.

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Montag, 13h30 Cortège: Nach einem kurzen Büromorgen oder einem Nickerchen daheim im Bett wird wieder in der Clique eingestanden, diesmal mit dem jährlich wechselnden und sujetgerechten Kostüm. Die Basler sind nämlich gross darin lokale und internationale Geschehen auf die Schippe zu nehmen und bis aufs Äusserste zu mokieren – nicht nur mit Worten und Bildern auf den Laternen, sondern auch über die Verkleidung ausgedrückt. Der Cortège ist der Umzug durch die Innenstadt, der am Montag und Mittwoch Nachmittag stattfindet und bei den vielen Zuschauern von nah und fern grossen Anklang findet. Trommler, Piccolospieler und Guggenmusiken ziehen musizierend durch die Strassen, während die Waggisse (Elsässer Marktschreier) wild gestikulierend und laut rufend von ihren Wagen herab mit den Zuschauern interagieren, immer mit mindestens einer Handvoll Räppli (=Konfetti) bewaffnet.

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Montagabend, Schnitzelbänke: Eine weitere Besonderheit der Basler Fasnacht sind die „Schnitzelbänke“, Sprechgesänge begleitet von „Helgen“ (=Bilder), die das Weltgeschehen unter die Lupe und auf die Schippe nehmen und in unerwarteten Pointen enden lassen. Diese werden in unterschiedlichen Lokalen über die ganze Stadt verteilt Montagabend zum Besten gegeben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte lange im Voraus ein Ticket für die Veranstaltungen bestellen, spontane Zeitgenossen finden später am Abend nach der Essenszeit immer irgendwo noch Platz zum mithören und -lachen.

Dienstag: Der Fasnachtsdienstag gehört den Kindern und den Guggenmusiken. Am Nachmittag ziehen die Kinder in Leiterwagen, zu Fuss und teilweise fleissig trommenlnd und Piccolo spielend durch die Strassen, verteilen haufenweise Süssigkeiten und werfen soviele Räppli, dass die ganze Stadt unter einer bunten Räpplidecke verschwindet . Abends gibt es grosse, laute Guggenkonzerte auf dem Marktplatz und auch diejenigen Fasnachtsbegeisterten, die keiner Clique angehören, dürfen nun in sogenannten „Schyssdräggzügli“ durch die Strassen ziehen. „Gässle“ nennt man dieses in kleinen, bunt zusammengewürfelten Formationen – mit oder ohne Musiker, aber immer mit Verkleidung und Larve 🙂 – umherziehen durch Basels Gassen. Für diejenigen, die den Dienstagabend etwas ruhiger angehen möchten, ist die Laternenausstellung auf dem Münsterplatz, wo die kunstvoll bemalten und beleuchteten Laternen mit den verschiedenen elaborierten Fasnachtssujets aufgestellt sind, eine wunderschöne und sinnliche Alternative.

Mittwochnachmittag, Cortège: Am Mittwochnachmittag ziehen noch einmal, weil es so schön ist, die Cliquen durch Gross- und Kleinbasel und trommeln und pfeiffen dann sozusagen durch bis Donnerstag um 4h00 in der Früh, denn die „drey scheenschte Dääg“ wollen bis aufs Letzte ausgekostet werden!

Ä scheeni Fasnacht wünschen euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

The Monthly Roomie: Januar Agenda Zürich

Quarter of Emmental cheese head isolated on a white background. Clipping paths.

Der Januar ist für seine löchrige Beschaffenheit ja fast so bekannt wie der Schweizer Emmentaler Käse…nur im Gegensatz zu diesem gilt es diese zu stopfen, damit keine schlechte Laune aufkommt! Der Anfang des Jahres geht immer enthusiastisch los bis sich spätestens heute, am 3. Tag des Jahres der Gedanke einschleicht, dass sich eigentlich in den wenigen Tagen über Neujahr gar nichts geändert hat, die Tage immer noch 24h haben und sich das frische Jahr mit seinen 365 Tagen gefühlt ewig vor einem ausstreckt…

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Um dem Abhilfe zu schaffen, haben wir für Euch ein paar interessante Events in Zürich rausgesucht, die unserer Meinung nach das Potenzial haben das Januarloch der „Jahresanfangsdepression“ stopfen zu können!

Für die KULTURellen Sinne: Ito Shinsui – Nostalgie der Moderne im Museum Rietberg noch bis 8. Januar 2017

Last minute Seelenwärmer sozusagen – die Austellung des japanischen Grafikkünstlers Ito Shinsui (1898-1972) ist noch bis inklusive diesen Sonntag im wunderschönen Museum Rietberg in Zürich zu sehen.

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Schneefall über dem Ukimido-Schrein in Katada, Farbholzdruck Japan 1918

Seine Holzdrucke zeigen malerische Landschaften und Frauen in traditionellen Kimonos realistisch und grafisch ausdrucksstark abgebildet – für japanische Verhältnisse zu der Zeit eine sehr moderne Auffassung der Kunst. Im Gegensatz zum Westen war im Ostasiatischen Raum damals das Zeigen des tatsächliche Aussehens eines Ortes oder einer Person weniger üblich als eine eher etwas verträumt, leicht entrückte Interpretation von Kunstmotiven – umso erfrischender sind seine klaren, naturgetreuen und technisch sauberen Arbeiten, die der verwirrten Januar-Seele auf die Sprünge helfen sollen, eine klare Vision für das Jahr anzugehen…:-)

Wo: Museum Rietberg, Gablerstrasse 15, 8002 Zürich

Wann: noch bis 8. Januar 2017; Di bis So 10−17h, Mi 10−20h

Eintritt: 18.- CHF Erwachsene (inkl. Sammlung)

rietberg.ch

Back to the FOOD-ture: Pop Up Restaurant POSTGARAGE vom 6. Januar bis 5. Februar 2017

Die Postgarage reizt uns diesen Monat, weil es sich bei dieser Garage um ein Pop Up Restaurant handelt, in dem hinter einem echten, panzerverglastem Postschalter aus guten alten PTT Zeiten gespiesen wird.

postgarage

copyright style-magazin.ch

Die schweizerische PTT (Post-,Telefon- und Telegrafenbetriebe) war zwischen 1928 und dem 1. Januar 1998 während 70 Jahren die staatliche Behörde für den Post-, Telefon- und Telefaxbetrieb in der Schweiz und in Liechtenstein, bis diese halbprivatisiert und ihre Aufgaben der Schweizerischen Post und der Swisscom übertragen wurden. Dies nur ein kurzer Exkurs, in der Postgarage geht es nämlich nicht um Postgeschäfte, sondern um gutes, saisonales Essen aus der Region und eine tolle Atmosphäre und Stimmung, und dies ganze 30 Tage lang – da lohnt sich doch ein Gang zum alten Postschalter!

Wo: Im Hinterhof der F+F, an der Flurstrasse 89 , 8047 Zürich

Wann:  6.1. – 5.2.2017; Mo-Sa ab 18.30h, ausser am Mo 9. Januar

postgarage.org

FUNky Glücksgefühle: Eisdisco M80 auf der Dolder Eisbahn am 21. Januar 2017

Warum nicht den Januar-Blues sich aus der Seele eistanzen? Am besten geht das zu groovy 80er Tunes von den DJs Bowgli & Marvellous Stranger von marvellous80.com an der Eisdisco auf der Dolder Kunsteisbahn.

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Die 1930 erbaute Dolder Kunsteisbahn ist mit ihren 6’000 Quadratmetern bis heute die grösste offene Kunsteisfläche Europas. Friedlich eingebettet in die Landschaft des Dolderwaldes, stimmungsvoll dekoriert mit dem riesigen Weihnachtsbaum und in buntes Licht getaucht durch die Discobeleuchtung ist dieser nächtliche Spass auf Kufen einer der ganz besondern Art und ein Must für jeden Züri Fan im Winter!

Für Hungrige bietet das Dolder Sportrestaurant auf Reservation Fondue-, Raclette- und Tischgrillangebote oder man wärmt sich zwischen den Runden draussen an der Glühweinbar auf.

Wo: Dolder Kunsteisbahn,  Adlisbergstrasse 36, 8044 Zürich

Wann: Samstag 21. Januar 2017, 17 – 22h

Eintritt: 8.- CHF Erwachsene

doldersports.com, marvellous80.com

Ganz viel Spass und einen abwechslungsreichen Januar in Zürich wünschen Euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.

The Monthly Roomie: Neues Jahr, neue Posts! :-)

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Ihr Lieben!

Seid Ihr gut ins 2017 gestartet, frisch, fröhlich und voller Energie? Sehr gut, weil wir haben uns in unserer Roomie WG etwas Neues für Euch ausgedacht! 🙂

Wir sind von Zimmer zu Zimmer gewandert und haben fleissig Ideen gesammelt, so dass es ab sofort massgeschneiderte Monats-Posts „The Monthly Roomie“ gibt, teils Roomie ortsspezifisch in Zürich und in der Schweiz respektive in Wien und in Österreich, teils international, für Trips, Aktivitäten, Rezepte, Tipps und sonstige monatsgerechte Beschäftigungen – wie uns gerade der Sinn steht.

Wir hoffen Ihr findet das eine oder andere, das Euch interessiert, inspiriert und zu Neuem initiert!

Ein spannendes, unternehmungslustiges und aktives 2017 wünschen Euch,

Anna und Julie. Julie und Anna.